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02.01.2012
Niedrigenergie-Holzhaus mit viel regenerativer Haustechnik

Bei diesem Bauvorhaben handelt es sich um ein Niedrigenergie­haus (Energieklasse B/B/B ) als Holzrahmenkonstruktion – Fer­tighausbauweise.

Dies erreichen die Bauteile der wärmedämmenden Hülle durch ihre guten U-Werte. Bei nur 33 cm Wandstärke verfügt die Au­ßenwand über U=0,14 W/m²K, das Dach über 0,19 W/m²K, der EG-Fußboden über 0,30 W/m²K. Die Fenster sind dreifachverglast mit einem mittlerem U-Wert von 0,90 W/m²K. Die gesamte Kon­struktion ist aus ökologischen Baustoffen, wie Holz, Holweichfa­serdämmplatten usw. aufgebaut.

Die Beheizung erfolgt über eine Fußbodenheizung, die ihre Wär­me aus einer Sole-Wasser-Wärmepumpe bekommt. Zusätzlich hat das Haus eine kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (Kreuzwärmetauscher) und eine Photo­voltaikanlage mit einer Leistung von 4,19 kWp.

Durch den hohen Vorfertigungsgrad der Bauteile im Hersteller­werk verkürzt sich die Gesamt-Bauzeit um ein vielfaches. Nach Erstellung des Kellers aus Fertigbetonelementen wird an der Bau­stelle das Holzrahmenhaus innerhalb weniger Tage aufgestellt, so dass das Haus innerhalb einer Woche regendicht ist.

Die Installationen in der Außenwand (Leerrohre Elektro, Instal­lationsdosen usw.), Fenster inkl. Rollläden, wurden bereits werk­seitig eingebaut.

Anschlußfolien an den Rändern der einzelnen Wand-, Decken-und Dachelemente werden auf der Baustelle miteinander ver­klebt, so dass eine winddichte Außenhülle problemlos hergestellt werden kann. Der Blower-Door Test wurde für das Haus mit 0,85 (n50 h-1) bestanden.

Ein Niedrigenergiehaus verbraucht für die Heizung maximal 43 kWh/m² Jahr. Damit ist es doppelt so gut wie ein Gebäude nach der zum Zeitpunkt der Erstellung gesetzlichen Mindestanforde­rung bei Neubauten.

 



Auteur: Hausnummer

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